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22.6 % Wirkungsgrad für CIGS bei Laborzellen

20.06.2016 — 

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) hat nach eigenen Angaben mit 22.6 Prozent Wirkungsgrad einen neuen weltweiten Höchstwert bei CIGS- Dünnschichtsolarzellen aufgestellt. Die Stuttgarter Wissenschaftler haben damit die Konkurrenz aus Japan um 0.3 Prozentpunkte übertroffen und zum fünften Mal den Rekord an das ZSW geholt. Innerhalb von nur drei Monaten hätten die Forscher den eigenen Spitzenwert um weitere 0.6 Prozentpunkte steigern können. Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE habe den Rekord bestätigt, der in einer Laborbeschichtungsanlage mit Co-Verdampfungsverfahren gelungen sei. Die produzierte CIGS-Zelle hatte eine Grösse von 0.5 Quadratzentimeter gehabt.

Die CIGS-Technologie holt immer stärker gegen die kristalline Technologie auf. So hat sich der Wirkungsgrad in den vergangenen drei Jahren stärker erhöht als in den 15 Jahren zuvor. Die Erhöhungen lägen dabei bei durchschnittlich 0.7 Prozentpunkten pro Jahr. Der Wirkungsgrad von CIGS liegt aktuell gegenüber multikristallinen Siliziumzellen um 1.3 % höher. In den nächsten Jahren könnte ein Wirkungsgrad von 25 Prozent erreicht werden. In den kommenden Monaten sollten nun die Ergebnisse zunächst mit Industriepartner Manz vom Labor auf die Massenfertigung übertragen werden. Der Reutlinger Photovoltaik-Anlagenbauer bietet schlüsselfertige Produktionslinien zur Herstellung von CIGS-Dünnschichtmodulen an. Mit dem Einstieg des chinesischen Konzerns Shanghai Electric ist zudem auch abgesichert, dass Manz weiter auf dieses Geschäftsfeld setzen wird.

Quelle: pv magazin