Solarmarkt News

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Gute Aussichten für die Photovoltaik in der Schweiz

30.01.2017 — 
Nach ersten Schätzungen des Schweizer Solarverbandes Swissolar sanken 2016 die Photovoltaikverkäufe im Vergleich zum Vorjahr um etwa 20 Prozent. Damit würde sich die verbaute Menge an Photovoltaik auf ca. 260 MW belaufen. Wie gewohnt werden im Juni die offiziellen Zahlen dazu vorliegen. Rund 2.5% des Stromverbrauchs wurden 2016 durch Solarstrom gedeckt.Während der globale Photo­voltaikmarkt um 50% wuchs, wirkt sich die Unsicherheit in Bezug auf die Energiestrategie 2016 dämpfend auf die Marktnachfrage  in der Schweiz aus. Für das laufende Jahr sind die Voraussetzungen für ein Marktwachstum in der Schweiz vielversprechend. Ein klares Signal für Bauherrschaften schafft jedoch erst die Zustimmung des Volks zur Energiestrategie 2050 am 21. Mai.

2017 gibt es verschiedene Faktoren, die zu einem erneuten Marktwachstum beitragen dürften. Heizöl ist wieder deutlich teurer, was Anreize für Bauherren schafft, mit Sonnenkollektoren den Verbrauch zu senken. Photovoltaikmodule wurden im laufe des letzten Jahres deutlich billiger. Das macht Anlagen zum Eigenverbrauch des selbst produzierten Stroms noch attraktiver, auch dank der bundesweit verfügbaren Einmalvergütung (EIV), die rund 30% der Investitionskosten deckt. Ebenfalls unterstützend wirkt die Pflicht zur Eigenproduktion von Strom bei Neubauten, die von ersten Kantonen eingeführt wird.

Für die weitere Entwicklung der Solarenergie in der Schweiz ist die Volksabstimmung vom 21. Mai von grösster Bedeutung: Die Energiestrategie 2050 ermöglicht die Weiterführung der Förderprogramme auf Bundes- und Kantonsebene. Ein positives Ergebnis gäbe ein klares Signal an Investoren und würde bereits ab Mitte 2017 den Markt beleben.

Quelle: Swissolar