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Nur 50 MW werden 2016 durch die KEV freigegeben

22.01.2016 — 

Das Bundesamt für Energie (BFE) hat die aktuellen Factsheets für die KEV und die Einmalvergütung publiziert. Wenn der Bundesrat für 2017 den Netzzuschlag bis zur aktuellen Höchstgrenze von 1.5 Rp./kWh anhebt, kann 2016 ein KEV-Kontingent für Photovoltaik von 50 MW, also nur halb soviel wie im letzten Jahr. Es soll auch erst im Juli freigegeben werden.  Von der Erhöhung des Netzzuschlags hängt auch ab, welche Mittel dieses Jahr für die Einmalvergütung zur Verfügung stehen – entweder 50 oder 100 Millionen Franken. 50 Millionen steht für die erste Jahreshälfte zur Verfügung. Dieses Geld ist an bereits realisierte Anlagen verpflichtet. Deshalb müssen Neuinbetriebnahmen mit längeren Auszahlungszeiten als bisher (mehr als 6 Monate) rechnen.

Somit können in die KEV Photovoltaik-Anlagen aufgenommen werden, die bis einschliesslich 8. November 2011 angemeldet wurden (1‘156 Anlagen). Im Vergleich zum Vorjahr ist für 2016 ein kleineres Kontingent vorgesehen, da die Einnahmen des KEV-Fonds gesunken sind (niedrigerer Endverbrauch, tieferer Marktpreis) und gleichzeitig die Ausgaben zugenommen haben (mehr Rückerstattungen an Grossverbraucher). Diese Faktoren beeinflussen die langfristige Liquidität, die jederzeit gewährleistet sein muss.

Im besten Fall können somit 2016 rund 11‘000 Photovoltaikanlagen gefördert werden, im schlechtesten Fall nur etwa 5000. Auf der KEV-Warteliste befinden sich jedoch über 35‘000 Projekte. Damit betreibt der Bund einen weiteren Abbau des erfolgreichen Förderinstruments. Wenn die Energiewende erfolgreich sein soll, muss der Ausbau der Photovoltaik vorangetrieben werden und nicht weiter eingeschränkt.

Quelle: BFE

Faktenblatt KEV
Faktenblatt EIV