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Photovoltaik wird Pflicht im Neubau

15.01.2015 — 

Die Plenarversammlung der Konferenz der kantonalen Energiedirektoren (EnDK) hat die Revision der Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich (MuKEn 2014) mit 23 Stimmen verabschiedet. Die harmonisierten Energievorschriften der Kantone werden weiter verschärft. Damit zeigen die Kantone, dass sie im Gebäudebereich mit der Energiewende vorwärts machen.

Aus Sicht der Solarenergie gibt es zwei wesentliche Verbesserungen:
1) Bei Neubauten gibt es nun eine Pflicht zur Eigenerzeugung von Strom, was in der Regel Photovoltaik sein wird. Pro Quadratmeter Energiebezugsfläche müssen   mindestens 10W Strom erzeugt werden. Pro Gebäude jedoch maximal 30 kWp.

2) Neu gibt es bei Heizungssanierungen die Pflicht, 10% des zulässigen Wärmeverbrauchs durch erneuerbare Energien zu erzeugen oder durch Effizienzmassnahmen einzusparen.

Beide Regelungen gehören zum MuKEn-Basismodul, weshalb davon ausgegangen werden kann, dass die Kanton diese in den nächsten drei Jahren in ihre Gesetzgebungen aufnehmen werden.

Nahezu-Null-Energiehaus bei Neubauten und CO2-Reduktion bei Altbauten

Das sogenannte Basismodul soll in allen Kantonen vollständig umgesetzt werden. Damit erfüllen die Kantone die zu beachtenden Grundsätze im Energie- und CO2-Gesetz des Bundes. Im Bereiche des Neubaus wird das Konzept des „Nahezu-Null-Energiegebäudes“ eingeführt. Angestrebt wird ein Standard, der zwischen den heutigen Minergie- und Minergie-P-Anforderungen liegt. Das heisst konkret, dem Gebäude auf einem bestimmten Grundstück wird von aussen möglichst wenig Energie zugeführt.
Bei Altbauten sollen die CO2-Emissionen schrittweise gesenkt werden. Beim Ersatz fossiler Heizsysteme muss deshalb in Zukunft zehn Prozent der bisher verbrauchten Energie durch den Einsatz erneuerbarer Energien oder durch Effizienzmassnahmen kompensiert werden. Zur Steigerung der Stromeffizienz im Gebäudebereich müssen innerhalb der nächsten 15 Jahre, zentrale Elektroheizungen ersetzt werden.

MuKEn2014
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