Solarmarkt News

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Sonnenfinsternis: kein Stromausfall aber deutlicher Effekt auf die Photovoltaikanlagen

Die Sonnenfinsternis war ein Stresstest für das Stromnetz und den Strommarkt. Beide haben ihn mit Bravour bestanden.
Um 12:57 Uhr war die Sonnenfinsternis in Deutschland vorbei und die Solarleistung stieg wieder auf über 20 Gigawatt, nachdem sie zuvor auf etwa fünf Gigawatt gefallen war. Das zeigte der Monitor zur Solarstromerzeugung an. Zu Stromausfällen ist es laut Deutscher Energieagentur nicht gekommen.

Die größte Herausforderung für das Stromnetz bestand darin, dass die Solarleistung so schnell ab- und zunahm. Das muss der Strommarkt abbilden. Dort ist der Handel am Vortag (Day Ahead) in Stunden und am gleichen Tag (Intraday) in Viertelstunden unterteilt. Was sich innerhalb der Viertelstunden ändert, muss durch Regelleistung abgedeckt werden. Dort ließen sich die Effekte der Sonnenfinsternis gut beobachten.

„Der Intraday Markt war sehr volatil“, erklärte Energy Brainpool-Berater Phillipp Götz. Es gab Ausschläge zwischen minus 1.000 Euro und bis plus 1.000 Euro pro Megawattstunde. An den meisten Tagen liegen die Ausschläge einen Faktor zehn darunter und schon 200 oder 500 Euro seien extreme Ausreißer. Dass es zu diesen 1.000 Euro Ausreißern kam, bedeutet, dass die Stromhändler wirklich versucht haben, die Solarstromerzeugungskurve optimal auszugleichen und dass sie nicht darauf spekuliert haben, dass dies mit Regelleistung geschehe.

Quelle: PV Magazin

 

Effekt der Sonnenfinsternis auf einer PV Anlage in Bülach.
Bild 1: Produktion am 20.3.15  Tag der Sonnenfinsternis, Bild 2: Produktion am Vortag 19.3.15


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