Gründächer: ein wichtiger Beitrag zur Stadtökologie und Anpassung an den Klimawandel

Dachbegrünung

Von der traditionellen Bauweise zur stadtökologischen Vision

Die fortschreitende Sensibilisierung der Gesellschaft für die Zusammenhänge von Gesundheit und Umwelt führte in den letzten Jahren zusammen mit bautechnischen Fortschritten zur Etablierung und Akzeptanz der Dachbegrünung als ökologische und klimarelevante Massnahme in Siedlungsgebieten. Was in den 1970er und -80er Jahren nur ökologischen Musterbauten vorbehalten war, ist heute in vielen Städten und Gemeinden der Schweiz in Baugesetzen festgelegt: Neubauten mit Flachdächern müssen begrünt werden. Dachbegrünungen haben denselben Wert erlangt wie die Wärmedämmung oder andere bautechnische Massnahmen.

Gebäudebegrünung führt im Wohn- und Arbeitsumfeld zu einem besseren Klima und zu einer ästhetischen Aufwertung. Der Natur gibt sie Lebensraum zurück.

Positive Effekte auf Klima, Biodiversität und Retention

Städte strahlen überproportional viel Wärme aus. Die Feinstoffbelastungen, die durch den motorisierten Verkehr und fossile Brennstoffe verursacht werden, können heute am Entstehungsort selbst nicht abgebaut werden. Denn anders als organisches Grün können die harten Oberflächen die Mikropartikel nicht binden. Gründächer speichern auf natürliche Art Wasser, binden Staub und heizen sich auch bei extremen Temperaturen kaum auf und wirken sich so positiv auf das Stadtklima aus.

Begrünte Dachflächen geben der Natur in Siedlungsräumen eine neue Chance. An ungestörter Lage können sich wilde Pflanzen- und Tierarten auf diesen Ersatzlebensräumen ansiedeln. Die Rückgewinnung und Vernetzung von Dachflächen als Lebensraum für Flora und Fauna stellt eine ökologische Qualität und einen Ausgleichsbeitrag bei Bauvorhaben dar.

Dachbegrünungen sind kleinflächige Lebensrauminseln für Tiere und Pflanzen. Über Samenflug, Vögel und Insekten stehen diese so genannten Trittsteinbiotope im Austausch mit bodengebundenen Lebensräumen im Stadtgebiet und erhöhen die Vernetzung.

Durch den Klimawandel zu erwartende stärkere lokale Regenereignisse können dazu führen, dass kurzfristig kommunale Entwässerungssysteme überlastet sind. Dachbegrünungen wirken durch den Wasserrückhalt dem zeitlich verzögerten Regenwasserabfluss (Retention) entgegen. Dies entlastet die Kanalisation und wirkt Überschwemmungen entgegen.

An einem heissen Sommertag sind die Temperaturunterschiede zwischen Kies- und Gründach besonders deutlich. Das Gründach erwärmt sich langsamer und bei weitem nicht so stark. Gründächer bieten also einen klar besseren Schutz vor Sonneneinstrahlung und Temperaturextremen. Quelle: Bauder AG.

Vorteile von Dachbegrünungen

  • Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Ausgleichsflächen können geschaffen werden
  • Regenwasserspeicherung/-abflussverzögerung
  • Mikroklimatischer Ausgleich: Temperaturextreme, Strahlungsbilanz, Verdunstung, Filterwirkung
  • Erhöhter Schallschutz
  • Staubbindung
  • Verbessertes Innenraumklima
  • Schutz der Dachhaut
  • Qualität des Wohn- und Arbeitsumfeldes: nutzbare Freiflächen
  • Stadtbild: Optische Aufwertung einsehbarer Flächen
  • Langfristige Kosteneinsparungen (Sanierung, Energiekosten, Abwassergebühren)

Kombination von Gründach und Photovoltaik – ein Widerspruch?

Entgegen der landläufigen Meinung ist eine Photovoltaikanlage gut mit einer Dachbegrünung kombinierbar. Dazu muss die richtige Kombination von Dachbegrünung und Photovoltaik-Montagesystem gefunden werden. Dann kann sich die Kühlung durch die Dachbegrünung positiv auf die Photovoltaikanlage auswirken. Das Montagesystem sollte entgegen den aktuell auf Kies- oder Nacktdächern eingesetzten Systemen, welche möglichst bodeneben verbaut werden, eine grösssere Distanz zur Vegetation aufweisen. Bei der Vegetation sollte es sich hingegen um möglichst kleinwüchsige Arten handeln. Hier kann eine Sedum – Mooskraut Kombination, die flächendeckend gesät wird, helfen.

Unterhalt ist das A und O

Damit die Solarmodule nicht durch die Vegetation beschattet werden ist der Dachunterhalt ein zentraler Faktor. Auch in den kleinwüchsigen Dachbegrünungen, werden Arten einfliegen, welche höher wachsen werden. Deshalb sollten begrünte Energiedächer sicherlich zweimal pro Jahr gepflegt werden.

Misslungene Kombination von Dachbegrünung und Photovoltaik. Bild: Solarmotion

Contec.greenlight – für’s Gründach konzipiert

Das Photovolatikmontagesystem Greenlight der Firma Contec wurde für das Gründach entwickelt und kann so die Vorteile von Gründach und Photovoltaik kombinieren.  Die Firma Contec ist Spezialist für Flachdächer und bringt sehr viel Erfahrung mit begrünten Dächern mit. So kann Sie neben dem Montagesystem Greenlight auch Substrat und Samenmischung für das optimale Zusammenspiel liefern.

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