25 Jahre Solarmarkt

Vor 25 Jahren hat Urs Kessler die Firma Solarmarkt GmbH gegründet. Vom Ein-Mann Unternehmen ist die Firma kontinuierlich gewachsen und beschäftigt heute 27 Personen. Von der Planungs- und Montagefirma für Solartechnik hat sich der Solarmarkt zum wichtigsten Händler für Photovoltaik Produkte in der Schweiz entwickelt.

Das 25 Jahr-Jubiläum nehmen wir zum Anlass Interviews von Wegbegleitern und Persönlichkeiten aus der Solarbranche vorzustellen.

Interview mit Franco Gorgi

Franco Gorgi ist vom Solarvirus befallen. 15 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 700 Kilowattpeak (kWp) – Strom für 160 Haushalte – hat er zusammen mit seinem Bruder in den letzten 16 Jahren realisiert und betreibt diese. Hauptberuflich ist er breit abgestützt: Sozialpädagoge und Pferdetrainer, hierbei spezialisiert auf Freiheitsdressur und Zirkuslektionen. Durch sein Interesse an der Solarenergie ist er zudem Berater für Bauherren und Investoren im Bereich der Photovoltaik tätig und daneben agiert er als freier Mitarbeiter des Solarmarkts.

Wie bist du zur Solarenergie gekommen?

Alles was mit Sonne Energie produziert, hat mich schon immer fasziniert. Durch eine Erbschaft war es meinem Bruder und mir möglich, 1999 in Hedingen eine erste Photovoltaikanlage mit 13.44 kWp zu bauen. Das Dach haben wir von einem befreundeten Landwirt gemietet. Ein Kilowattpeak kostete damals ca. 12’000 CHF. Heute liegen wir bei gleichen Anlagengrössen bei ca. 3’000 CHF pro kWp.

Wie bist du auf den Solarmarkt gestossen?

Für den Bau der ersten Photovoltaikanlage haben wir eine Solarfirma gesucht. Mein Onkel, welcher schon mit dem Solarmarkt Projekte realisiert hatte, hat uns Urs Kessler und somit den Solarmarkt empfohlen. Dieser konnte uns für die erste Anlage die erste Solarstrombörse der EKZ empfehlen. Mit unserem zweiten Projekt, das nicht nur Solarstrom produziert, sondern die Abwärme der Solaranlage für die Heubelüftung einsetzt, konnten wir die Jury der Solarbörse der EWZ überzeugen. Das war der Grundstein für die Weiterentwicklung im Solarbereich mit der Firma Gorgi & Gorgi Sonne & Strom was sich bis heute zu einer andauernde Geschäftsbeziehung mit dem Solarmarkt und einer Freundschaft mit Urs Kessler entwickelte.

Wie beurteilst du die Zusammenarbeit mit dem Solarmarkt?

Ich kenne den Solarmarkt vom Einmannbetrieb bis heute mit 27 Mitarbeitern. Durch das schnelle Wachstum der Firma war nicht immer klar, wer für mich und meine Anlagen verantwortlich war. Wenn wir für den Bau einer weiteren Anlage angerufen haben, war sicher jemand Neues am Telefon, dem man wieder erklären musste wer ich bin. In heiklen Situationen hat uns der Solarmarkt aber immer gut unterstützt und einvernehmliche Lösungen wurden gesucht und gefunden.

Verdient ihr heute viel Geld mit euren Anlagen?

Die Gewinnmaximierung stand bei uns nie im Zentrum. Die erste Anlage hat sich finanziell auch nicht gelohnt, was andere Anlagen wieder ausgeglichen haben. Irgendwann haben wir festgestellt, dass die Anlagen eine konstante Rendite abwerfen und für uns als Pensionskassen wirken können, in welche wir unsere Ersparnisse investieren.

Ökologisch gesehen und für das Klima auf unserem Planeten, welchen wir unseren Nachfahren hinterlassen, ist es sicher sehr sinnvoll, in Photovoltaikanlagen Geld anzulegen.

Natürlich haben wir für die Finanzierung auch auf Dritte zurückgegriffen. Diesen Anteil haben wir aber immer möglichst klein gehalten, damit unsere Unabhängigkeit möglichst gross geblieben ist. Die Finanzierung der nächsten Anlage musste immer gesichert sein, bevor wir uns wieder an die Realisierung machen konnten.
Der Unterhalt der Photovoltaikanlagen darf nicht unterschätzt werden. Wir haben in unseren Wirtschaftlichkeitsberechnungen dafür Rückstellungen gemacht, aus welchen wir Probleme mit Wechselrichtern, der Anlageüberwachung wie auch gewissen defekten Modulen beheben.

Was empfiehlst du einem Bauherrn, der heute eine Photovoltaikanlage errichten will?

Aus meiner Überzeugung heraus lohnt sich der Bau einer Photovoltaik immer! Dabei geht es nicht ausschliesslich um den finanziellen Aspekt. Nur schon die nächste Generation wird es uns danken.

Den Bauherren empfehle ich den Solarstrom möglichst selbst zu nutzen. Die Anlagen sollen so dimensioniert sein, dass ein möglichst grosser Anteil davon selbst genutzt werden kann.

Mit der aktuell vom Bund ausbezahlten Einmalvergütung (EIV) lohnt sich eine Anlage je besser je höher der Eigenverbrauch ist. Ebenfalls ist man für steigende Energiepreisen gewappnet.

Wie hat sich die Branche in den letzten 16 Jahren verändert?

Der Idealismus etwas Gutes für unsere Nachkommen zu realisieren, ist verloren gegangen. Es geht wie in allen Wirtschaftsbereichen primär ums Geld. Viele die in der Anfangsphase die Solarenergie bekämpft hatten, bauten in den Jahren als man sehr gutes Geld mit Photovoltaikanlagen verdienen konnte, selbst auch Anlagen.

Was ist dein Ausblick für die PV Branche weltweit und für die Schweiz im Speziellen?

Mein Wunsch ist es, dass sich die Solarenergie als fester und wichtiger Pfeiler der Energieversorgung verankert. Mit sinnvollen Speichern wie Batterien, der Überführung von Strom in Wasserstoff und Methan stehen viele Möglichkeiten offen, auch dann Sonnenenergie zu nutzen, wenn die Sonne schon längst untergegangen ist.

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Eine bewegte Geschichte

  • 1990
  • 1993
  • 1994
  • 1996
  • 1998
  • 1999
  • 2000
  • 2001
  • 2002
  • 2004
  • 2005
  • 2006
  • 2009
  • 2010
  • 2013a
  • 2013b
  • 2015

1990

Gründung der Temtec Kessler & Co. als Einzelfirma. Seit Gründung der Firma, war das Ziel Photovoltaik-Anlagen und Solarwärme-Anlagen zu realisieren.

1993

Realisation der ersten grossen Photovoltaikanlage mit 45kWp in Hedingen. Die PV-Anlage erzeugt Strom für die Mehrfamilienhäuser, zugleich werden mit der Abwärme der PV-Module die Erdsonden der Wärmepumpen-Heizung vorgewärmt. Die PV-Anlage bildet auch die dichte Dachhaut der Gebäude.

1994

Lieferung der bis damals einer der grössten PV-Anlagen in der Schweiz mit 100kWp. Die Anlage ist in Vue des Alpes und liefert Strom für die Tunnelbeleuchtung des neu gebauten Strassentunnels. Planung der Anlage durch die Elektrowatt AG.

1996

Zusammenarbeit mit dem heutigen SolarMarkt Freiburg, damals SST Solare System Technik, ensteht. Beginn einer langjährigen, erfolgreichen Zusammenarbeit. Start der gemeinsamen Entwicklung der SolarMarkt Idee.

1998

Realisation einer grossen PV-Anlage mit einer Leistung von 86kWp auf dem Depotdach der Sihltal-Uetliberg-Bahn SZU im Rahmen der ewz Solarstrombörse. Planer und Bauherr ist die damalige AW Contracting AG. Erstmaliger Einsatz des AluTec-Montagesystems.

1999

Umbennung der Temtec Kessler & Co. in die SolarMarkt GmbH. Resultat einer gemeinsam entwickelten Strategie mit dem SolarMarkt Freiburg.

2000

Realisation der schweizweit bekannten solaren Schallschutzwand an der A1 bei Safenwil. Die Anlage hat eine Leistung von 80kWp.

2001

Realisation einer 125kWp PV-Anlage auf der Autobahnüberdeckung bei der Klinik Sonnenhof in Bern. Bauherr ist das Tiefbauamt Bern.

2002

Bezug der neuen Geschäftsräumlichkeiten in Aarau im Zentrum der schönen Altstadt.

2004

Realisation zweier PV-Anlagen mit einem speziellen Montagesytem aus unbehandeltem Robinienholz (SpaceFrame). Die Anlagen sind mit Einsatz geringster Grauer Energie realisiert. Die beiden Anlagen wurden auf Schulhäusern in der Stadt Zürich realisiert mit einer Leistung von 61 resp. 19kWp.

2005

Planung und Realisation einer 30kWp PV-Anlage auf dem Dach des do-it Baumarkt in Punt Muragl. Die Anlage wurde auch mit der SpaceFrame Montagekonstruktion aufgebaut. Höchstes, gewerbliches Minergiegebäude der Welt mit ca. 1700 M.ü.M.

2006

Kompetenz-Fusion: Unternehmenszusammenschluss mit der SolarMarkt AG in Deutschland.

2009

Seit 2009 ist die Solarmarkt GmbH der Generalimporteur und Hauptvertriebpartner der Solar-Log Produkte von Solare Datensysteme GmbH. Diese Produkte haben sich als fester Bestandteil in unserem Sortiment etabliert.

2010

Solarmarkt AG unter dem Dach der Würth Solar. Die Solarmarkt AG sowie alle Auslandgesellschaften, also auch die Solarmarkt GmbH Schweiz, wird von der Würth Solar GmbH und Co. gekauft. Mit diesem Zusammenschluss kann die Solarmarkt AG allen Geschäftspartnern langfrisitge Sicherheit geben und auch in Zukunft die richtigen Produkte zu bestmöglichen Konditionen mit Service und Know-how anbieten.

2013a

Auf den 1. Januar 2013 übernimmt die BayWa r.e. Beteiligungsgesellschaften der Würth Solar und somit auch die Solarmarkt GmbH. Die BayWa r.e. renewable energy GmbH ist eine 100-prozentige Tochter der BayWa AG. Im Geschäftsbereich der BayWa r.e. bündelt der Konzern alle Aktivitäten im Bereich der regenerativen Energien und positioniert sich in diesem Wachstumsmarkt.

2013b

Am 1. März 2013 durfte die Solarmarkt GmbH die neuen Büroräumlichkeiten an der Neumattstrasse 2 in Aarau beziehen.
Mit den steigenden Anforderungen in der Solarbranche und dem damit verbundenen Ausbau der verschiedenen Abteilungen, erfüllten die Büroräumlichkeiten im Aarepark die Anforderungen der Solarmarkt GmbH nicht mehr. Mit dem Umzug an den neuen Standort haben wir mehr Platz für die Mitarbeiter und vor allem für die Fachpartner-Betreuung.
Zusammen mit dem Umzug hat ein Relaunch der Marke Solarmarkt stattgefunden. Das komplett neue Erscheinungsbild entspricht der dynamischen Branche, in welcher sich der Solarmarkt befindet.

2015

Die Solarmarkt GmbH feiert ihr 25-jähriges Jubiläum. Die Firma hat sich in einem sehr dynamischen Umfeld zum Marktführer im Handel mit Photovoltaikprodukten in der Schweiz entwickelt. In diesem Jahr wurde die Technikabteilung weiter ausgebaut, um den Kunden einen optimalen After Sales Support zu garantieren. 27 Personen sind aktuell beim Solarmarkt beschäftigt.